Selbst wenn man die Pandemie in den Griff bekommen hat, kann das Virus endemisch noch fortbestehen.

Die Corona-Angst geht um, daher: safety first

Derzeit hat die Kriegsangst (Russland/Ukraine) die Corona-Angst überholt.

Wie zur Anfangszeit der Pandemie vom Großteil der Bevölkerung Toilettenpapier gehortet wurde,
so geht es jetzt wegen möglicher Engpässe um das Hamstern von Mehl und Sonnenblumenöl.
Im hiesigen Rewe-Markt waren ganze 5 Paletten Mehl innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.


Auf die Krone klicken !
In der Welt habt ihr Angst,
aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Joh. 16, 33

Alle reden zurzeit vom Corona-Virus (COVID-19 = Coronavirus Oral Virus Infection Disease 2019) und der Pandemie. Seinen Namen verdankt das Virus dem Glykoprotein Spike, weil die Moleküle von der Virushülle wie Zacken einer Krone abstehen. Es ist Thema Nummer 1. Selbst Verschwörungstheorien werden in diesem Zusammenhang zur Sprache gebracht.
Manche nehmen das Ansteckungsrisiko zu gelassen, andere hingegen reagieren panikartig bis hysterisch. Täglich neue Meldungen in allen Medien über Inzidenz-Werte, Mutanten bzw. Varianten (z.B. die Delta [ ]-Variante, Lambda-Variante und nun die Omikron-Variante, auf die die neuesten Impfstoffe programmiert werden - Bald reichen die Buchstaben des griechischen Alphabets nicht mehr aus!), Vakzine und Dosen (= Plural von Dosis, nicht Blechdosen). Die Sprache wurde zwangsläufig durch unzählige fachwissenschaftliche, sprich lateinische Wörter erweitert. Bei der älteren Generation spricht man vom "vulnerablen" Personenkreis und meint damit, dass alte Menschen krankheitsanfälliger sind als junge. Daher werden sie bei der Impfkampagne "priorisiert". Und wie sollte es anders sein! Auch weitere englische Wörter haben in Deutschland wieder einmal Eingang gefunden: lockdown bzw. shutdown, superspreader, home office, home schooling, social distancing, Booster-Impfung (booster shot = Wiederholungsimpfung, früher als Auffrischungsimpfung bezeichnet), long covid /post covid (= Spätfolgen der Krankheit) und andere. Die Impfungen werden als "game changer" bezeichnet, mit der man die Pandemie in den Griff bekommen könne. Aus dem Französischen ist nur ein einziges Wort bekannt geworden: Triage (frz. trier = aussuchen, auslesen). Im medizinischen Bereich ist damit eine Priorisierung der Hilfeleistung bei unzureichenden Betten- und Personalkapazitäten bei hoher Patientenanzahl gemeint. Einfach ausgedrückt, muss der Arzt bei gehäuftem Patientenaufkommen entscheiden, für wen eine sofortige Behandlung noch Sinn macht oder nicht und in welcher Reihenfolge die Hilfeleistung der einzelnen Kranken erfolgt. Auch bei den Notaufnahmen in Krankenhäusern wird bei mehreren Einlieferungen nach diesem Modell, das ursprünglich aus der Militärmedizin bei gehäuften Kriegsverletzungen stammt, nach einem bestimmten Algorithmus verfahren. Die teilweise bis an die Grenzen ausgelasteten Intensivstationen sind nicht nur eine Folge der eingelieferten Corona-Patienten, sondern auch eine Folge des beträchtlichen Bettenabbaus in den vergangenen Jahren.
Das Tübinger biopharmazeutische Unternehmen CureVac macht mit dem Slogan "WERDEN SIE TEIL DER RNA PEOPLE" Stellenangebote für ehrgeizige und leidenschaftliche Mitarbeiter. Am 25. November 2021 sollte in Deutschland die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" auslaufen, und alle erwarteten gespannt den "Freedom Day" ohne Corona-Beschränkungen. Doch es kam völlig anders. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Durch enorm ansteigende Neu-Infektionen wurden erneut massive Beschränkungen notwendig, und in diesem Zusammenhang wurde hauptsächlich von den Geimpften eine allgemeine Impfpflicht gefordert, die die Bundesregierung nach der Devise "Und bist du nicht willig, dann brauch' ich (Staats)gewalt" 2022 auch einführen wollte. Am 7. April 2022 hat sich jedoch die überwiegende Mehrheit des Bundestags bei einer Abstimmung zu Recht dagegen ausgesprochen, denn die Impfungen haben ja bei Weitem nicht das halten können, was zu Beginn der Impfkampagne versprochen wurde: Eigen- und Fremdschutz bei den Geimpften, wobei der Bevölkerung fälschlicherweise -wie sich im Nachhinein herausstellte- suggeriert wurde, Geimpfte würden nicht erkranken und andere nicht infizieren. In diesem Zusammenhang hat man vehement an die soziale Verantwortung der Bürger und Bürgerinnen appelliert. In letzter Zeit erkrankten gerade Geimpfte häufig an Corona. Die viel beschworene Herdenimmunität wurde trotz der massenhaften Impfungen auch nicht erreicht. Das Einzige, was vom ursprünglichen Narrativ übriggeblieben ist, ist die These, dass Geimpfte einen milderen Krankheitsverlauf als Ungeimpfte hätten, wobei ja nicht bewiesen werden kann, ob die Geimpften nicht auch ohne Vakzination einen milden Verlauf gehabt hätten.
Ab 20. März 2022 sind bundesweit Lockerungen vollzogen worden, deren Umsetzung den einzelnen Bundesländern obliegt. Bleibt sehr zu hoffen, dass dadurch die Pandemie endgültig besiegt wird und es nicht so ist, dass die Seuche trotz 100%-iger Impfquote doch nicht zum Stillstand kommt, weil es immer wieder neue Mutanten geben wird. Dann wären wohl Inzidenzen, Tests und Impfungen Dauerbegleiter der Menschheit. In Afrika (z.B. Kenia) hat man übrigens erstaunlicherweise trotz niedriger Impfquote zumindest zurzeit niedrige Fallzahlen und leere Corona-Stationen in den Krankenhäusern, vermutlich deshalb, weil die Bevölkerung bereits durchseucht ist.
Das Mannheimer Leibniz-Institut spricht von 1500 neuen Wörtern, die im Zusammenhang mit Corona entstanden seien. Nur einige Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum: Impfkampagne, Impfzentrum, Impfstraße, Impfbus, Impfgegner, Impfverweigerer, Impfskeptiker, Impfdurchbruch, Impflücke, Impfstatus, Impfquote, Impflotse, Impfbratwurst, ... Äußerst bemerkenswert war eine Schlagzeile in der Rhein-Lahn-Zeitung vom 18.12.2021: "Lange Schlange vor dem Weihnachts-Impfbus", der, so die Bildunterschrift, "den begehrten Piks ermöglichte". Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art. Und auf der Titelseite sogar noch ein Reim: "Vor dem Fest lieber zum Test."
Selbst in kirchlichen Kreisen hat man sich des alles beherrschenden Themas angenommen. So hat man z.B. in der in der Kölner Altstadt gelegenen Basilika St. Maria die Krippe coronagerecht aufgebaut. Maria und Josef stehen isoliert da, die anderen Figuren haben sich hinsichtlich der Reihenimpfung in einer Schlange hintereinander aufgestellt und manche sind mit einem gelben Impfpass ausgestattet. Die sog. Querdenker sind räumlich weit von der Krippe entfernt platziert.
Für Besichtigungen und Gottesdienste gilt wie überall pfichtgemäß die 3G-Regel. Wer dies nicht nachweisen kann, wird des Gebäudes verwiesen. So wichtig wie die Einhaltung dieser Vorschrift ist, steht sie jedoch in krassem Gegensatz zur Jahreslosung 2022: Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. (Joh.6,37)
Die in Wiesbaden ansässige Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat den aus dem Küstenschutz stammenden Begriff "Wellenbrecher" zur Bezeichnung der Corona-Schutzmaßnahmen zum Wort des Jahres erklärt. Als Unwort des Jahres könnte man meiner Meinung nach den doppeldeutigen Ausdruck "verimpft" bezeichnen. Damit ist nämlich nicht gemeint, dass man falsch geimpft hat.
Neben dem Begriff "Corona" ist seit Beginn der Pandemie wohl der Wortstamm "impf" in den deutschsprachigen Ländern millionenfach, wenn nicht milliardenfach verwendet worden. Er hat vermutlich den Hilfsverben "sein" und "haben" den Rang bei Weitem abgelaufen. Grund genug, über die Bedeutung dieses deutschen Wortes etymologisch nachzudenken. "Impfen" war urprünglich ein Fachwort aus dem Bereich des Obst- und Gartenbaus mit der Bedeutung "ein Pfropfreis einsetzen, also veredeln. Es wurde vor der hochdeutschen Lautverschiebung aus dem gleichbedeutenden vulgärlateinischen "imputare" entlehnt (althochdeutsch "impfon", mitelhochdeutsch "impfen"), das wiederum ursprünglich ein Lehnwort aus dem griechischen "em-phyteú-ein" für "einpflanzen" war. Erst im 18. Jahrhundert wurde das Verb "impfen" in die medizinische Fachsprache für "in die Haut einritzen" (> Pocken-Schutzimpfung) bzw. "in den Körper einspritzen" zum Zweck der Immunisierung gegen infektiöse Krankheiten übernommen.
In den nicht-deutschsprachigen europäischen Ländern haben sich die lateinischen Wörter "Vakzination" und "Vakzin" für Impfung und Impfstoff durchgesetzt. Am Anfang war die Kuh, könnte man salopp sagen. Wieso? Dieser Ausdruck geht auf den englischen Landarzt Edward Jenner (+ 1823) zurück, der die Pocken-Impfung entwickelt hat. Jenner nannte seinen Impfstoff, der von der Kuh stammte, "Vaccine" (lateinisch "vacca" = Kuh). Die künstliche Immunisierung nannte er dementsprechend "vaccination".
Derzeit sind drei Wörter in den Fokus des Sprachgebrauchs gerückt: GEIMPFT - GENESEN - GETESTET, die sog. 3G-Regel. Teilweise ist die 2G-Regel bzw. 2G+ (mit zusätzlichem PCR-Test) vorgeschrieben. Auch eine Vielzahl von Corona-Selbsttests mit unterschiedlicher Genauigkeit existiert auf dem Markt. 5G hat nichts mit Corona zu tun; denn hierbei handelt es sich um die fünfte Generation des Mobilfunks. 7G ist das regelmäßige Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der westlichen Industrienationen.
Bei all diesen Regelungen ist das Risiko einer Stigmatisierung der Nicht-Geimpften vorgezeichnet, und die maßlose Wut der Geimpften über die Ungeimpften hat beträchtlich zugenommen, was medial befördert wird. Ein Beispiel hierfür ist eine provokative Äußerung des französischen Präsidenten Macron, der in diesem Zusammenhang im Hinblick auf alle Ungeimpften das grobe Wort "emmerder" (= ankacken) gebrauchte. Aber auch in Leserbriefen von Zeitungen kommen gebetsmühlenartig immer wieder verächtliche Angriffe vor, die teils extrem bösartigen Charakters sind.
Nicht wenige Geimpfte fordern vehement, dass bei einer potenziellen Triage alle Nicht -Geimpften von vornherein "aussortiert" und nicht behandelt werden sollten, und wenn sie nun doch behandelt würden, alle Behandlungskosten selbst zu tragen hätten, ein eindeutig von immensem Hass geprägtes Postulat, das christlichem wie auch humanitärem Denken eindeutig widerspricht. Eine pauschalisierende Kritik seitens der in der Überzahl befindlichen zumeist nicht allzu sehr hinterfragenden "vox populi" ist jedoch nicht angebracht. Nicht alle, die mit der Corona-Impfung zögern oder ihr skeptisch gegenüberstehen, sind generelle Impfgegner- oder verweigerer. Viele haben aber bei den neuen Impfstoffen Bedenken hinsichtlich möglicherweise erst Jahre nach der Impfung auftretender Folgeerkrankungen. Im Gegensatz zum Placebo-Effekt (lat. placere = gefallen) spricht man hierbei vom Nocebo-Effekt (lat. nocere = schaden), bei dem die Betroffenen einen gesundheitlichen Schaden befürchten, der sie belastet. Außerdem gibt es eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Nach Einführung einer Impfpflicht würde sich zwar automatisch der angestaute Hass der bereits Geimpften mit Genugtuung legen, die Wunden, die die zuvor Stigmatisierten im Bereich ihres Bekannten- und Freundeskreises oder ihrer Verwandtschaft erlebt haben, werden aber im psychischen Unterbewusstsein als Pendant zu "long covid" als "long persistence" dauerhaft fortbestehen und die Einstellung zu vorherigen Freunden durch eine negative Grunderfahrung lebenslang belasten.
Das Virus hat einen massiven Keil der Feindschaft in die Gesellschaft getrieben, auf der einen Seite die vehementen Impfbefürworter, auf der anderen die Impfunwilligen. Nicht selten gibt es sogar innerhalb von Familien verschiedene Ansichten zur Vakzination, was zu innerfamiliären Spannungen führt, die man als Familiensplitting bezeichnen könnte. Impfskeptiker sind der Meinung, dass trotz der vielen Impfungen sich die epidemische Lage gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres nicht verbessert habe. Auch die zahlreichen Impfdurchbrüche sorgen für Verwirrung. Von Impfschäden wird verständlicherweise kaum berichtet.
Inzwischen ist man teilweise der Meinung, dass die 1G(etestet) - Regel am ehesten zur Eindämmung der Krankheit beitragen könne; denn jeder -ob geimpft, genesen oder nicht geimpft- kann jeden infizieren. Am effektivsten und sichersten ist es natürlich, sich durch strikte Abstandhaltung und Tragen von Masken sowie Vermeidung des Besuchs von Großveranstaltungen und dem Verzicht auf Urlaubsreisen zu schützen. So ist es absolut unverständlich, dass immer noch solche Großveranstaltungen genehmigt werden wie z.B. Fußballspiele oder neulich "Wetten dass" in der Nürnberger Messehalle mit ca. 2500 Besuchern dicht an dicht ohne Mundschutz, auch wenn sie die 3G-Regel erfüllen mussten. Aber -wie man inzwischen weiß- geht das Ansteckungsrisiko auch von Geimpften und Genesenen aus.
Im Gegensatz zum Mainstream ist während der Coronazeit eine kritische Bewegung in Erscheinung getreten, die sich als "Querdenker" bezeichnet bzw. bezeichnet wird. Welchen Einfluss Presse und heutzutage die digitalen Medien auf die öffentliche Meinung haben, schildert der Literat Heinrich Böll in seinem Buch "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" sehr drastisch.
Gelegentlich ist die Begegnungsangst sogar mit Aggressivität gepaart. In ein paar Jahren wird sich wohl kaum noch jemand daran erinnern, weil andere Probleme die Vergangenheit überlagern. In der Ukraine ist die Corona-Angst schon jetzt der Kriegsangst gewichen. Dieses Phänomen wird einem klar, wenn man die Sendung "Tagesschau vor 20 Jahren" sieht. Dann denkt man unwillkürlich: Worüber die sich damals aufgeregt haben!
Ein Geistlicher meinte, nach dem Ende der Krise werde die Menschheit eine andere (gemeint: bessere) sein. Schön wär's - jedoch reine Utopie. Das wird ja gerade jetzt schon durch die Hassausbrüche widerlegt.
Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums sowie Verfasser des Buchs "The Great Reset" (Der große Neuanfang), sagt, dass man in der Post-Corona-Zeit nicht zur alten Normalität zurückkehren könne, sondern die Welt neu geordnet werden müsse.
In früheren Jahrhunderten sprach man -sprachlich schlichter- von Seuchen. Das aus dem Jahr 1961 stammende "Bundesseuchengesetz" wurde im Jahr 2001 nach einer Novellierung in "Infektionsschutzgesetz" umbenannt. Vorgänger des Bundesseuchengesetzes war das Reichsseuchengesetz aus dem Jahr 1900.
Schon in biblischer Zeit gab es sie (Erwähnung in der Mose-Geschichte beim Auszug aus Ägypten / Exodus, als der Pharao die Israeliten nicht wegziehen lassen wollte. Im Mittelalter wütete die Pest, in deren Folge massenhaft Menschen starben. In jenen Zeiten sahen die Menschen epidemisch auftretende und in vielen Fällen tödlich verlaufende Krankheiten als Strafe Gottes an, und sie baten Gott im Gebet um Gnade.
In unseren Tagen der Oberflächlichkeit mit der trivialen Floskel "Bleiben Sie gesund!" ist man da nach dem Motto "Wir schaffen das schon" nüchterner und gelassener, weil es inzwischen vektorbasierte Impfstoffe von AstraZeneca (GB/Schweden) und Johnson&Johnson (USA) sowie mRNA-Impfstoffe (Biontech/Pfizer, Moderna - USA) und sog. Totimpfstoffe gibt. Das Unternehmen Novavax (USA) bietet einen gentechnisch produzierten Quasi-Totimpfstoff mit dem Adjuvans "Matrix M" als Verstärker an, während die Firma Valneva (Frankreich) an einem wirklich klassischen Totimpfstoff aus abgetöteten Ganzvirus-Partikeln als Antigene -jedoch mit zwei Adjuvanzien- arbeitet, der 2023 zur Verfügung stehen soll. Die Liste weiterer verfügbarer Impfstoffe (z.B. "Coronavac" der chinesischen Firma Sinovac Biotech, in der EU nicht zugelassen) ist inzwischen so groß, dass man fast den Überblick verliert. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO werden zurzeit etwa 42 verschiedene Impfstoffe an Menschen getestet. Es wird zu permanenten mindestens halbjährlichen Auffrischungsimpfungen (neudeutsch: Booster) kommen, weil die durch Impfungen erzeugten Antikörper nach einigen Monaten beträchtlich abnehmen. Die Vorstellung eines Impf-Abonnements ist nicht abwegig. Die permanente Stimulierung der körpereigenen Abwehrkräfte kann aber schließlich auch zu einer Erschöpfung des Immunsystems führen.
Auch existieren Virostatika zur Eindämmung der Symptome. Im Gegensatz zur parenteralen Prophylaxe
gibt es bereits neue wirksame Medikamente der Firmen Merck (Molnupiravir) und Pfizer (Paxlovid) zur peroralen Verabreichung gegen Covid-19, die jedoch nur in den ersten Tagen nach der Infektion helfen. Ivermectin ist von der EMA (European Medicines Agency) in Europa zur Corona-Behandlung nicht zugelassen.
Bei vielen Patienten nimmt die Krankheit auch einen milden Verlauf. Warum die einen schwer erkranken und die anderen nicht, ist bis jetzt noch unklar. Es gibt noch nicht endgültig validierte Hinweise darauf, dass möglicherweise die Blutgruppe eine Rolle hinsichtlich der Schwere des Verlaufs eine Rolle spielt. Manche Menschen erkranken trotz Infektion überhaupt nicht am Coronavirus. Warum das so ist, versucht man inzwischen herauszufinden, um möglicherweise auf dieser Ebene einen Impfstoff zu entwickeln, der die Krankheit gleich im Vorfeld abwehrt. Vor der Entwicklung von Impfstoffen wollte man übrigens den Erkrankten Blutplasma von genesenen Corona-Patienten transfundieren, das entsprechende Antikörper enthalten würde.
Aber bei den Grippe-Viren ist das leider so, dass sie -sozusagen als ihr Trick- häufig mutieren, was dem Immunsystem zu schaffen macht, da es den neuen Erregertyp erst wieder identifizieren muss, weil er eine andere Form angenommen hat und neue Fähigkeiten besitzt. Daher hinken Grippe-Impfungen bezüglich ihres Schutzes immer ein Jahr hinterher. Der Wiener Infektiologe Chrisoph Wenisch bezweifelt, dass es jemals eine Herdenimmunität geben wird, da sich das Coronavirus viel zu schnell verändert. Eine hundertprozentige Sicherheit vor einer Infektion gibt es weder durch Vorsichtsmaßnahmen noch durch Impfungen. Der Autor Erich Kästner brachte es auf den Punkt: "Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich."
Hat doch dieses neue genetisch hochvariable Virus mit einer winzigen Größe zwischen 120 und 160 nm (1 Nanometer = 10 Millionstel Zentimeter) als unsichtbarer Feind des Menschen innerhalb kürzester Zeit die gesamte Welt auf den Kopf gestellt! Seinen Namen hat es übrigens von seiner kranz- bzw. kronenartigen Form.

Im Katholizismus gibt es zwar eine Heilige Corona, deren Reliquien im Aachener Dom aufbewahrt werden. Sie ist allerdings nicht Namensgeberin des Virus, wenngleich sie als Schutzpatronin gegen Seuchen angesehen wird.

Heilige Corona

mit zwei Palmzweigen
in der rechten Hand
und Krone in der linken



Master of Palazzo Venezia Madonna - St. Corona (1350)


In Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie im Internet wird täglich ausführlich über dieses Thema berichtet, sodass man es fast nicht mehr hören kann. Was vorher eminent wichtig war, wird plötzlich gegenstandslos und nichtig: PISA-Schock, Klimawandel. Kindergärten und Schulen werden geschlossen, Kinderspielplätze abgesperrt, Tafeln für Bedürftige stellen ihren Betrieb ein, Firmen stellen auf Kurzarbeit um, Krankenhäuser erlauben Besuche nur noch in Not- und Härtefällen, Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Konzerte werden abgesagt, Ausgangssperren werden verhängt, von Reisen wird dringend abgeraten, Grenzen werden abgeriegelt - alles Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Weiterverbreitung der Krankheit. Inzwischen soll ein (digitaler) Immunitäts- bzw. Impfpass (Corona-Pass) das Reisen wieder möglich machen.

Geschlossene Schulen

Ja selbst die Kirchen sind geschlossen gewesen, obwohl das bei der heutzutage geringen Anzahl von Gottesdienstbesuchern eigentlich nicht notwendig wäre, weil in der Regel mehr Bänke vorhanden sind als Personen und somit wegen einer möglichen Tröpfcheninfektion jeder den empfohlenen Mindestabstand zum anderen von zwei Metern problemlos einhalten könnte. Nachdem die Kirchen in einem ersten Schritt für Gottesdienste wieder zugänglich gemacht worden sind, muss auf gemeinsames Singen von Liedern verzichtet werden.
Einige Kirchen haben inzwischen eine "Marktlücke" entdeckt. Nachdem der Gottesdienstbesuch seit Jahren bei beiden christlichen Konfessionen -schon lange vor Bekanntwerden der Missbrauchsfälle bei der katholischen Kirche- stark rückläufig ist und seit der Corona-Phase noch mehr nachgelassen hat, stellen einzelne Kirchengemeinden ihre Kirche jetzt zur Steigerung der Impfquote als Impflokal mit besonderem Flair zur Verfügung, d.h. Impfungen bei sanfter, sedierender Orgelmusik. Als optischer Blickfang wird beispielsweise unter dem Kreuz im Chorraum als Himmelszelt ein blaues "Impfzelt" mit goldenen Sternen aufgestellt, das den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit mit Angstreduktion vermitteln soll. Das Angebot wird in der Tat auch von einigen Leuten angenommen, wird doch die Impfung kirchlicherseits als ein Akt tätiger Nächstenliebe interpretiert, und zugleich sieht der sonst weitgehend leere Kirchenraum einmal ein paar Personen mehr.
Aus Angst, bei einer nachgewiesenen Infektion unter Quarantäne gestellt zu werden und somit die Wohnung nicht verlassen zu dürfen und am Ende zu verhungern, kam es als Auswirkung des Selbsterhaltungstriebs vor allem in der Anfangszeit der Krise zu Hamsterkäufen. Bei haltbaren Lebensmitteln waren die Regale in den Supermärkten wie leergefegt, selbst Toilettenpapier wurde gehortet und Atemschutzmasken gestohlen. Das in psychologischer Hinsicht nicht so wohlklingende Wort "Masken" hat man durch den gefälligeren Begriff "Mund-Nasen-Schutz", noch cooler durch die Abkürzung MNS ersetzt. Betrüger passen ihre Strategie der gegenwärtigen Corona-Misere an und nutzen die Arglosigkeit von Senioren aus. Häusliche Gewalt nimmt zu. Apokalyptische Stimmung.
Doch alles im Leben hat seine zwei Seiten, so auch im Fall dieser Pandemie. Während das Gastronomiegewerbe als ein Beispiel starke finanzielle Einbußen verzeichnet, steigt der Umsatz von Desinfektionsmitteln, Schutzmasken, Corona-Tests zur RT (Reverse Transkription bzw. Real Time) -PCR (polymerase chain reaction) und Beatmungsgeräten. Die Seifenindustrie kann dem Virus ebenfalls dankbar sein. Riesige, kaum vorstellbare Einnahmen erzielen die Impfstoffhersteller mit steigenden Aktienwerten. Die in Mainz ansässige Firma Biontech verhalf der Stadt durch die Gewerbesteuer aus einem tiefen Minus in ein großes Plus. Auch Idar-Oberstein, wo sich eine Zweigniederlassung befindet, profitierte davon.
Der Branchenverband Bitkom wittert, dass durch die Pandemie die Digitalisierung einen Aufschwung nehmen wird. Positiv zu verzeichnen ist die Tatsache, dass durch Schließung von Schulen, Ämtern und verschiedenen Betrieben sowie durch das Drosseln der unersättlichen, zeitweise ausgebremsten hochvirulenten Reise-Gier mit einhergehendem Reisefieber der C02-Ausstoß zurückging. Auch der Straßenlärm und die sonst übliche Hektik hatte sich anfänglich reduziert, und man spürte förmlich eine gewisse Entschleunigung, wenn z.B. kurzarbeitende Väter werktags heimwerkelten oder in aller Ruhe mit ihren Kindern spazieren gingen. Sogar das Vogelgezwitscher und die läutenden Kirchenglocken waren vorübergehend besser wahrzunehmen.

Auf das Lungengewebe zuströmende Corona-Viren

Ein Zufall?

Ausgerechnet unmittelbar nach Fastnacht trat dieses Virus erstmals auf, also zu Beginn der 40-tägigen* Fasten- oder Passionszeit (Leidenszeit), die zugleich eine Zeit der Buße ist; daher violett als liturgische Farbe. Die Passionszeit soll uns an das Leiden Jesu vor seinem Tod erinnern. Zurzeit können wir gleichzeitig an das Leiden der Virus-Erkrankten denken. Ein Zufall? Oder will uns Gott vielleicht gerade in der Passionszeit damit deutlich machen, dass es ihn als höhere Macht noch gibt? Ist das Virus nur eine Laune der Natur, oder steckt nicht doch Gott als Schöpfer dahinter, um uns aus dem Schlaf der vermeintlichen Sicherheit wachzurütteln? Der Mensch hat leider nicht immer alles im Griff, auch wenn viele dieser Ansicht sind. Es geschehen immer wieder unerwartete, nicht vorhersehbare Dinge, die nicht im Voraus absehbar und steuerbar sind.
Fastnacht, Karneval oder Fasching feiern viele mit Begeisterung, obwohl ihnen dabei nicht klar ist, warum sie dies überhaupt tun. Mit Sicherheit "just for fun". Grotesk, aber Realität: Kaum waren die zur Karnevalszeit frei gewählten Fastnachtsmasken abgesetzt, da wurde staatlicherseits eine Maskenpflicht ganz anderer Art vorgeschrieben, sogar unter Androhung von Strafgeld bei Nichtbefolgung.
An unserer Schönborner Kirche ließ man den Gottesdienst am Fastnachtssonntag wegen stattfindender Fastnachtsfeier in der Schönbornhalle ausfallen, weil man annahm, dass ohnehin niemand zum Gottesdienst käme. Aber am darauffolgenden Sonntag war die Kirche mit zwei oder drei Leuten auch nicht überfüllt.
Unsere Vorfahren, vor allem die katholischen Mitchristen, feierten deshalb Fastnacht, weil die Wochen bis zum Osterfest eine bewusst entbehrungsreiche Zeit war, in der man des Todes Jesu Christi und des eigenen Todes gedenken sollte. Noch heute wird beim Aschermittwochsgottesdienst den katholischen Gottesdienstbesuchern ein Aschenkreuz auf die Stirn gemacht. Dabei spricht der Priester die folgenden Worte: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Aber den Tod klammert man ja lieber aus. An Karfreitag durften bis vor wenigen Jahren keine Tanzveranstaltungen oder Ähnliches stattfinden, was schließlich auf Druck von Atheisten, die sich durch dieses Gesetz "vergewaltigt" fühlten, aufgeweicht und erlaubt wurde. Außerdem erfand man den Car-Freitag für Tuning-Fans. In autozeitung.de war 2019 zu lesen: Der traditionelle Carfreitag steht vor der Tür. Ich dachte immer, der kirchliche Karfreitag hätte Tradition. Nun mussten ja im Jahr 2020 diese Events gezwungenermaßen ausfallen. Zwangspause.
Kommen wir noch einmal auf das Virus zurück, das wie Menschen, Tiere und Pflanzen auf Vermehrung angelegt ist: 1. Mose 1, 28: "Seid fruchtbar und mehret euch!" Wissenschaftlich gesehen gehören Viren im Gegensatz zu den Bakterien nicht zu den Lebewesen, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben. Sie können sich deshalb nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle intrazellulär vermehren. Sie werden jedoch als den Lebewesen nahestehend betrachtet, weil sie die Fähigkeit zur Reduplikation ( = Vervielfältigung der DNA oder RNA als Erbinformationsträger eines Chromosoms) und Evolution besitzen. Alle Viren haben ein genetisches Programm zu ihrer Ausbreitung bzw. Vermehrung. Bis jetzt sind ungefähr 3000 Virenarten bekannt.
Viren sind für den Menschen gefährlich, auch Bakterien wie die multiresistenten Krankenhauskeime (MRSA); es gibt aber auch für das menschliche Leben notwendige Bakterien wie etwa die Darmbakterien. Im Schöpfungsplan Gottes hat eben alles seinen Sinn.

Die Welt als Gefängnis


Man kann es kaum glauben, dass eine so winzig kleine organische Struktur wie ein Virus die gesamte Welt aus den Fugen geraten lassen kann und sie quasi zum Gefängnis macht. Es macht dabei auch keinen Unterschied zwischen Reichen und Armen oder befreundeten oder verfeindeten Staaten und kennt keine Staatsgrenzen. Im Kampf gegen das Virus rückt die Welt sogar ungewollt (temporär begrenzt !) näher zusammen. Man liest sogar von einer Welle der Hilfsbereitschaft insofern, dass Menschen dazu bereit sind, Infizierte, die ihre Wohnung aus Gründen der Quarantäne nicht verlassen dürfen, mit Lebensmitteln zu versorgen, selbst wenn sie diese nur vor die Haustür stellen, eine Situation, die mich an den Umgang mit Leprakranken erinnert. Sie wurden als früher Form der Quarantäne irgendwo ausgesetzt ( synonyme Bezeichnung: Aussatz), und man stellte ihnen die Nahrung an einem vereinbarten Platz ab, von dem sich die Kranken diese abholen konnten, nachdem sich die Gesunden wieder von der Stelle entfernt hatten. Wie man unschwer sieht, wiederholt sich alles in der Geschichte der Menschheit, und daran wird auch die Künstliche Intelligenz (Abkürzung: KI) nichts ändern. Glaubt man den Forschern, die diese Entwicklung promoten, werden in naher Zukunft sogar Ärzte überflüssig, weil nach ihrer Überzeugung bei weltweiter Vernetzung und Zusammenführung gesammelter Daten entsprechend programmierte Roboter selbst komplizierteste Operationen besser durchführen können als jeder noch so gute Universitätsprofessor. Dass die Tendenz zur Robotik zunimmt, beweist ja die Tatsache des inzwischen schon versuchsweise praktizierten autonomen Fahrens von Bussen auf einigen Strecken innerhalb großer Städte. Kürzlich trug eine sehenswerte Fernsehsendung in Anlehnung an das neutestamentliche Buch "Offenbarung des Johannes", das als "Apokalypse" * bekannter ist, den vielsagenden Titel "Robokalypse". In dieser Sendung kamen glühende Befürworter wie auch Kritiker zu Wort. Wenn diese Errungenschaften Realität werden, müssen Ethik-Kommissionen unbedingt klare Grenzen setzen, denn vieles bisher Unvorstellbare wird möglich sein, selbst in der Art der Kriegsführung mit neuen Dimensionen.
* In der Offenbarungsgeschichte (bekannter als Apokalypse) ist in einem Schreckensszenario die Rede vom Ende der Welt, der Wiederkunft Christi und einer neuen besseren Welt. Heutige Theologie-Professoren warnen vor Panikmache mit Weltuntergangsstimmung, obwohl doch auch die Klimaveränderung mit ihren Extremen (heftige Stürme mit Starkregen, Hitzeperioden mit ausgesprochenem Regenmangel) besorgniserregend ist. Schließlich würde ja in der Offenbarungsgeschichte alles gut enden, nämlich mit einer neuen Welt, dem himmlischen (neuen) Jerusalem. Aber man darf dabei nicht verschweigen, dass zuvor die alte Welt untergegangen ist, was diese Theologen aus verständlichen Gründen unterschlagen.
Vom Weltende und der Wiederkunft Christi ist auch sehr ausführlich in Matthäus 24 berichtet: ... Viele werden vom Glauben abfallen; sie werden einander verraten, sie werden einander hassen. Falsche Propheten werden in großer Zahl auftreten und viele irreführen. ... Denn wie es in den Tagen des Noah war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. ... Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. (Verse 10 und 11, 37 - 39 und 42).
Ein kleiner Exkurs sei erlaubt: Der amerikanische Kommunikationswissenschaftler Neil Postman (1931 - 2003) wurde als "Jeremia der Moderne" bezeichnet, weil er wie der biblische Prophet Jeremia pessimistische Thesen vertrat. Er schrieb unter anderem das Buch "Wir amüsieren uns zu Tode" mit dem Untertitel "Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie" und beklagte, dass ein zunehmender Trend zur Bebilderung zu einer Entleerung der Inhalte von Politik und Kultur führe. Und wie viel mehr Bilder überfluten uns seit seinem Tod im Jahr 2003 in Fernsehen und Internet, bei Facebook / WhatsApp, Twitter und Instagram, den sogenannten "sozialen" Medien. Vor allem wegen der Globalisierung und Internationalisierung geht nichts mehr ohne Piktogramme, denken Sie dabei nur an die Flughäfen, an das Display der Smartphones oder an Ihren Desktop. Was aber dabei völlig verkommt, ist die Sprachkultur, die sich fortwährend -wie ein Virus- unbemerkt automatisch rudimentiert, indem der Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit sowie die Fähigkeit fehlerlos und grammatikalisch richtig zu schreiben, drastisch sinkt. Postman ging mit Huxley (> Brave New World) konform, der die Kultur zum Varieté verkommen sah. Für Postman bestimmen die Medien, was wir kennenlernen und erleben, was wir denken und empfinden. Dieses Phänomen macht sich auch bei der Corona-Ära deutlich bemerkbar.Von ihm wurde übrigens der Begriff "Infotainment" geprägt.
Derzeit werden über WhatsApp und anderswo Witze und Videos zum Corona-Virus "geteilt", die zugegebenermaßen auch pfiffig sind und aufheiternd wirken. Aber nur bedingt mit Humor nehmen können es vermutlich die Erkrankten. Bei ihnen ist mehr oder weniger Schluss mit "lustig". Zwar nicht so ganz zum Ernst der Lage passend, sei hier im Zusammenhang mit Humor erwähnt, dass es seit 1925 eine mexikanische Biersorte gibt, die den Namen "Corona extra" trägt. Dieses Bier sollte der Krone des spanischen Königshauses gerecht werden; daher ist auf dem Etikett eine Krone zu sehen. "Corona extra" meint hier natürlich nicht eine Extra-Sendung zur Corona-Krise im Fernsehen.
Der Glaubenszeuge Dietrich Bonhoeffer -das muss ich immer wieder betonen- schrieb in seinen in der Haft vor der Hinrichtung gemachten Aufzeichnungen: "Wir gehen einer völlig religionslosen Zeit entgegen; die Menschen können einfach, so wie sie nun einmal sind, nicht mehr religiös sein." Und wie recht er behalten hat!
Auch Aldous Huxley lässt in seinem Roman "Schöne neue Welt" anklingen, dass in dieser (scheinbar) schönen Welt keine Religion mehr gebraucht werde.

Das Heimbüro (home office)
als Arbeitsplatz


Es braucht nur ein wenig Geschick, um der Bevölkerung die "schöne neue Welt" schmackhaft zu machen. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Vor 20 - 30 Jahren sagten auch noch viele: "Wozu brauchen wir ein Internet?" Heute ist es nicht mehr wegzudenken. Momentan grassiert das Glasfaser-Virus. Wie bei der Bekämpfung des Corona-Virus möglichst 85% der Bevölkerung durch Vakzination immunisiert sein sollen, so muss bei den Glasfaseranschlüssen "Fiber To The Home" aus Rentabilitätsgründen eine "Herde" von 40% erreicht sein, ehe die Anschlüsse verlegt werden.
In den Tagen der Corona-Pandemie mit geschlossenen Schulen sind Eltern und Schülern während der Zeit des Unterrichtsausfalls zu Hause zu erledigende Aufgaben via elektronischem Klassenbuch zugeschickt worden. Dabei tut sich ein weiteres Problem auf: Sollen diese häuslich erbrachten Leistungen benotet werden oder nicht? Inzwischen wird in den wieder geöffneten Schulen mal mehr und mal weniger auf Corona getestet.
Schulbuchverlage bieten Lehrern und Eltern / Schülern kostenloses Übungsmaterial zum Download an. Soweit es möglich ist, werden derzeit alle möglichen Arbeitsprozesse via Home-Office erledigt, und man ist der Meinung, dass dieser Trend auch nach der Krise fortbestehen wird.
Not macht eben erfinderisch. In vergangenen Zeiten lehrte Not auch beten, aber die Zeiten gehören der Vergangenheit an, sind "out".
Konrad Zuse (1910 - 1995), einer der frühen Computerpioniere, hat als Erster das binäre System [nur mit den Ziffern 0 und 1 für "an" und "aus"] statt des Dezimalsystems bei der Funktionsweise des Rechners -wie man früher den Computer in Deutschland bezeichnete- eingesetzt. Diese sogenannten Bits sind bis heute Grundlage der Computertechnik. K. Zuse soll einmal gesagt haben: "Die Gefahr, dass der Computer so wird wie der Mensch, ist nicht so groß wie die Gefahr, dass der Mensch so wird wie der Computer."

Bei der rasant fortschreitenden Technik, insbesondere der Robotechnik und der damit verbundenen Euphorie, muss man allerdings die Befürchtung haben, dass sich der Mensch als kreatives Wesen selbst abschafft und alles den einprogrammierten Algorithmen überlässt. Man denke dabei auch an Goethes Gedicht "Der Zauberlehrling", bei dem der Zauberlehrling am Ende der Situation nicht mehr Herr der Lage wird und bittend sagt: "Helft mir, ach, ihr hohen Mächte!" ..."Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los."

Dieses Goethe-Zitat gilt auch für die
"Gain-of-Function" (GOF) - Forschung, bei der Viren gentechnisch manipuliert werden und eine Pandemie auslösen können. Die "Funktionsgewinn"-Forschung ist extrem risikoreich und sollte aus bioethischer Sicht nur Anwendung finden, wenn weniger riskante Formen der Forschung zum gleichen Ziel führen können. Bei dieser Art der Forschung muss man bereit sein, möglicherweise unbeherrschbare Risiken zu akzeptieren. Die Risiken können manche Menschen mehr betreffen als andere. Außerdem gibt es auch Personengruppen, die nicht davon profitieren und solche, die Schäden davontragen. Zudem sollte auch offenliegen, wer von der Forschung profitiert und wer geschädigt wird - nicht nur medizinisch gesehen! Fazit: Lab-bred viruses gehen immer mit einem hohen Sicherheitsrisiko einher.

Vor lauter Panik und Impf-Hysterie ist die Frage nach dem Ursprung der Katastrophe völlig in Vergessenheit geraten.


Corona-Experimente in Wuhan mit amerikanischem Geld

Chemiker stellen Fragen an das Paul-Ehrlich-Institut zum Biontec-Impfstoff "Comirnaty"


Wolfgang Jakupka

Noch ein paar Schlagzeilen

- Der deutsche Forscher Alfred Mayer war der Erste, der 1883 bei der Untersuchung der Tabakmosaik-Krankheit entdeckte, dass es noch kleinere Krankheitsüberträger geben müsse als die Bakterien, hielt aber auch ein Gift für möglich, was der Niederländer Martinus Beijerinck 1897 widerlegte. Er stellte fest, dass der Krankheitserreger sich reproduzieren kann, und zwar ausschließlich in einem Organismus. Ein Gift ist dazu nicht in der Lage. Zudem bemerkte er, dass die neu entdeckte Gruppe von Erregern im Gegensatz zu Bakterien nicht mit Alkohol erfolgreich zu bekämpfen ist. Erst 1935 gelang es dem Amerikaner Wendell M. Stanley, das infektiöse Partikel zu isolieren. Mit der Erfindung des Elektronenmikroskops im Jahr 1940 war es dann den Virologen möglich, weitere Viren zu erfoschen. Stanley erhielt für seine Arbeit 1946 den Nobelpreis für Chemie.

Quarantäne
ist die vorübergehende Isolierung von Personen oder Tieren, die eine ansteckende Krankheit haben [könnten]. Das Wort, "quarantaine" entstammt der französischen Sprache, kommt aber ursprünglich aus dem Lateinischen "quaranta" bzw. "quadraginta" für die Zahl 40 und bedeutet eine Anzahl von vierzig [Tagen]. In früherer Zeit, als die Pest noch als Seuche grassierte, belegte man Schiffe, die seuchenverdächtige Personen an Bord hatten, mit einer vierzigtägigen Hafensperre.

Noch eine Zufälligkeit. Die Zahl 40 spielt in der Heiligen Schrift eine bedeutende Rolle und hat immer etwas mit Veränderung zu tun.

- ALTES TESTAMENT
- Die Flut zu Noahs Zeit dauerte 40 Tage.
- Der Exodus (Auszug aus Ägypten) währte 40 Jahre.
- 40 Tage blieb Mose auf dem Berg Sinai, um die 10 Gebote zu empfangen.

- NEUES TESTAMENT
- Jesus fastete 40 Tage lang, daher auch die 40-tägige Fasten- oder Passionszeit

Wir leben im Jahr 2020. 20 + 20 = 40

Der Beginn der Corona-Chronik wird auf den 25. März 2020 datiert. Die Sperrmaßnahmen wurden zunächst bis zum 3. Mai verlängert: 40 Tage

- Was auffallend ist, ist die Tatsache, dass bei den ständigen Talkshows zum Corona-Virus niemals ein kirchlicher Vertreter eingeladen wird. (Möglicherweise will man sich kirchlicherseits auch nicht dazu äußern.) Bestätigung der Bonhoeffer-These!

- Am Karfreitag sowie zum Osterfest 2020 ff. bestand ja durch die erzwungenen Einschränkungen genügend Zeit zum Nachdenken über den Sinn der beiden Feiertage - oder vielleicht auch immer noch nicht.


- Das Bayerische Fernsehen (BR) bringt seit vielen Jahren samstags um 15.10 Uhr für fünf Minuten das "Glockenläuten" aus einer bayerischen Kirche mit der Beschreibung des Innenraums der jeweiligen Kirche (noch im 4:3-Format). Findet aber samstags ein Fußballspiel statt, wird es auf 15.55 Uhr verschoben, und fast immer fällt es wegen überzogener Sendezeit bei der Übertragung des Fußballspiels dann aus. Das Glockenläuten dient quasi als ein Puffer, den man jederzeit weglassen kann. Nur letzten Samstag, als wieder mal ein Fußballspiel stattfinden sollte, wurde erstaunlicherweise das Glockenläuten wie üblich gesendet, weil dieses Mal Corona dem König Fußball einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.

- Da ich nunmehr diese Homepage schon seit mehr als 20 Jahren gestalte und schon seit langer Zeit auch wöchentlich Hinweise auf religiöse Sendungen im Fernsehen gebe, ist mir dabei aufgefallen, dass sich die Zahl solcher Angebote fast dem Wert 0 genähert hat. Ausnahme bilde(te)n Sendungen zu Skandalen in der Kirche. Das ZDF bringt noch sonntäglich um 9.30 Uhr einen Gottesdienst. Ein regelmäßiges kirchliches Angebot besteht nur noch bei dem kleinen überkonfessionellen Sender "bibel.tv".

- Umso erstaunter war ich heute (So., 22.3.2020), dass der RBB vormittags einen Sondergottesdienst aus der Berliner Gedächtniskirche mit der Einblendung "Der RBB macht Gottesdienst" brachte, den Vertreter der drei großen Religionen (Christen, Juden, Moslems) gestalteten. In diesen ruhigen und besinnlichen Gottesdienst waren zwei alte Choräle eingebunden: "Lobe den Herren" (EG 316 und GL 392) sowie die letzte Strophe von "Der Mond ist aufgegangen" (EG 482 und GL 93, 7. Strophe). Mit dem Verfasser des Lieds "Lobe den Herren", Joachim Neander, besteht sogar ein Bezug zur momentanen Pandemie: Er starb mit erst 30 Jahren im Jahr 1680 an der Pest.

Schlussgedanke: Viren sind mit bloßem Auge unsichtbar, weshalb sie bei der Übertragung nicht bemerkt werden, aber schon bald danach während der Inkubationszeit ihre Wirkung entfalten. Gott ist auch unsichtbar, weshalb viele nicht an ihn glauben. Könnte es bei ihm nicht genauso sein wie bei den Viren?- Matthias Claudius schreibt in der dritten Strophe seines Lieds "Der Mond ist aufgegangen": Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

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LESENSWERTE INTERNE LINKS

Das historische Ringsingen zu Goldberg

Eine schlesische Geschichte aus dem Jahr 1362,
die eine Epidemie in damaliger Zeit zum Inhalt hat


Seid fröhlich in Hoffnung,
geduldig in Trübsal,
haltet an am Gebet!
Römer 12, 12

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