Sie hören:


Du Friedefürst, Herr Jesu Christ, wahr' Mensch und wahrer Gott,
ein starker Nothelfer du bist im Leben und im Tod.
Drum wir allein im Namen dein zu deinem Vater schreien.


Krieg ist ein Zustand, in dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen,
auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.

George Bernard Shaw

Gedenktafel-Nische
(früherer Altarraum)


 
ZUM EHRENDEN GEDÄCHTNIS
AN UNSERE IM KRIEG 

1939 - 1945

GEFALLENEN UND VERMISSTEN HELDEN



Werner Eberhard 
15. 10. 1943


Willy Eberhard
12.12.1944 


August Gräwert
verm. 1945


Albert Hannappel
25.12.1943


Albert Kaiser
21.3.1945


Wilhelm Kaiser
März 1945


Wilhelm Kramb
9.11.1940


Emil Laux
verm. 1942


Otto Martin
15.5.1940


Emil Martin
verm. 1945


Paul Martin
22.6.1944


Ernst Martin
Sept. 1944


Ernst Meier
5.6.1940


Erich Meier
18.7.1944
UNSERE IM WELTKRIEGE 
1914 - 1918
GEFALLENEN HELDEN


Karl Seelbach
verm. 24. Aug.1914


Wilh. Crecelius,
25.Sept. 1914


Philipp Laux
verm. 17. Jan. 1915


Karl Fischer
2. März 1915


Karl Weber
20. März 1915


Adolf Nickel
18. Juni 1915


Friedrich Weber
7. Nov. 1915


Karl Eberhardt
23. Febr. 1916


Georg Seelbach
3. März 1916


Wilhelm Martin
9. März 1916


Ludwig Martin
7. Mai 1916
Karl Feilbach,
5. Aug. 1916


Albert Lippert
7. Okt. 1916


Wilh. Schmidt
24. Okt. 1916


Georg Martin
3.Jan. 1917


Otto Schmidt
13. April 1917


Ludwig Weber
15. April 1917


Friedr. Leonhard
30. Nov. 1917


Karl Martin
verm. 1. März 1918


Albert Martin
21. März 1918

Heinr. Eberhardt
16 Juli 1918



Willy Weber
11. Aug. 1918

August Meier
29. Sept. 1918



 
 

R  I  P
(RESQUIESCAT IN PACE)

Albert Schäfer
verm. 1942


Paul Schmidt
28.9.1941


Otto Schmidt
29.7.1944


 Robert Schmidt
15.5.1945


Martin Schmidt
verm. 1942


Willi Schmidt
21.7.1942


Paul Wilh. Schmidt
31.5.1942


Emil Schmidt
20.11.1942


Heinrich Schmidt
29.4.1944


Otto Schmidt
21.4.1945


Willi Seelbach
7.4.1944


Willi Seelbach
verm. 1945


Arthur Stotz
10.2.1945


Karl Weber
verm. 1944



ICH ABER WILL AUF DEN HERRN SCHAUEN UND DES GOTTES MEINES HEILS WARTEN.

MICHA 7, 7


Völkerhass

Durch Zäune trennt man Herden auf der Weide,
nach Grenzen, die durch Herrschermacht sich ändern,

nach Ursprung, Sitten, Sprachen und Gewändern

zieht man der Menschen bunte Völkerscheide.

Doch Gott will nicht, dass Volk und Volk sich meide:
Das Meer bis zu des Erdballs fernsten Rändern

wogt als Vermittler zwischen allen Ländern.

Es trennt zwei Welten und vereinigt beide.

Allein der Vorurteile tiefe Kluft
trennt Volk von Volk. Wie Gras auf beiden Seiten

wuchert die Torheit, die das Fremde meidet.

Doch hohe Bäume ragen durch die Luft,
die Zweig' und Krone sich entgegenbreiten

der Kluft nicht achtend, die die Wurzeln scheidet.
 

Friedrich Martin von Bodenstedt
Friedrich Martin von Bodenstedt
* in Peine 22.4.1819, + Wiesbaden 18.4.1892, wurde 1866 (nach einer anderen Quelle: 1867) als Leiter der Hofbühne nach Meiningen berufen und dort geadelt und war von 1881 bis 1888 Herausgeber der "Täglichen Rundschau" in Berlin.



Kriegslied

1) 's ist Krieg! s'ist Krieg! O Gottes Engel wehre
und rede du darein!
's ist leider Krieg - und ich begehre
nicht schuld daran zu sein!

2) Was sollt' ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
und blutig, bleich und blass
die Geister der Erschlagnen zu mir kämen
und vor mir weinten, was?

3) Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
verstümmelt und halb tot
im Staub sich vor mir wälzten
und mir fluchten 
in ihrer Todesnot?

.....

6) Was hülf' mir Kron und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freu'n!
's ist leider Krieg - und ich begehre
nicht schuld daran zu sein! 

Das "Kriegslied" von Matthias Claudius entstand im Jahr 1779, 16 Jahre nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges, aus dem Preußen unter Friedrich II. als europäische Großmacht hervorgegangen war. M. Claudius lebte seit 1777 als freier Schriftsteller in Wandsbeck, wo er einige Jahre den durch ihn zum wichtigsten literarischen Forum gewordenen "Wandsbecker Boten" herausgab. Mit seiner liedhaften Lyrik versuchte er als Dichter und Christ zeitkritisch zu wirken, indem er für Gerechtigkeit, Glauben und Frieden eintrat. 

Kurze Erläuterung zum obigen Gedicht:

Der Titel "Kriegslied" ist ironisch zu verstehen. Eigentlich müsste man das Gedicht "Friedenslied" nennen; denn bei einem Kriegslied erwartet man ein Soldaten- oder Schlachtlied. Schon gleich am Anfang wird Gott gebeten, dem Kriegstreiben Einhalt zu gebieten. Claudius geht es bei dem Gedicht um den Ausdruck des persönlichen Leids und weniger um die materiellen Verluste. Er zeigt die psychischen Auswirkungen des Kriegs und die dadurch entstehenden Schuldgefühle auf. Die Adjektive "blutig, bleich und blass" rufen schon durch den Farbgegensatz beim Leser eine erschreckende Wirkung hervor und in der ersten und letzten Strophe weist das lyrische Ich jede Schuld von sich.

 

Der kath. Limburger Bischof Dr. Franz Kamphaus beim Reformationstagsfestakt 2002 der EKHN in Wiesbaden:

Kriegsprävention statt Präventivkrieg!

 

Der aus dem Amt scheidende Präses der Ev. Kirche von Deutschland, Manfred Kock, sagte bei seiner Abschiedsrede im Januar 2003: 
"Ich denke an den Mythos von der Hydra: Wenn von ihren neun Köpfen einer abgeschlagen wird, wachsen zwei neue nach. Wer mit Waffen rasselt, wird diese Welt nicht retten, sondern sie nur in tieferes Elend stürzen."

 

Ehemaliger Tabernakel an der linken Wand der Gedenktafel-Nische