Geh aus mein Herz und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit

an deines Gottes Gaben.

Schau an der schönen Gärten Zier

und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmücket haben,

sich ausgeschmücket haben.
Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub

mit einem grünen Kleide.

Narzissus und die Tulipan,

die ziehen sich viel schöner an

als Salomonis Seide,

als Salomonis Seide.
Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herze rinnen,
aus meinem Herze rinnen.
   
Text: Paul Gerhardt 1653
Mel.: August Harder 1813






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